Fluglärm-Resolution

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Initiiert durch die SPD-Fraktion verabschiedete der Ortsbeirat die folgende Resolution zum Fluglärm und zur zunehmenden Durchbrechung des Nachtflugverbotes:

In Folge der Ansiedlung von Ryanair am Frankfurter Flughafen kommt es nachweislich bis heute zu einer massiven Verletzung der Start- und Landebeschränkungen (23-5 Uhr). Die eigentlich schon viel zu kurze Start- und Landebeschränkung (fälschlicherweise als „Nachtflugverbot“ bezeichnet) hat sich faktisch auf eine 5-5½-stündige verkürzt, je
nachdem wann der letzte Flieger von Ryanair vor 24 Uhr am Frankfurter Flughafen landet. Verspätete Landungen bis 24 Uhr sind nach dem Planfeststellungsbeschluss ohne Genehmigung zulässig, wenn die Verspätung nicht im Flugplan angelegt ist. Mit mannigfaltigen Ausreden begründet Ryanair seine Verspätungen und erklärt, dass diese angeblich nicht im Flugplan angelegt sind. Inzwischen testen auch Lufthansa und Condor mit zahlreichen verspäteten Landungen aus, wie weit sie gehen können. Das hessische Verkehrsministerium steht den Verspätungsflügen nach eigener Angabe machtlos gegenüber.
Leidtragende dieses nahezu unbeschränkten Gewinnstrebens sind wieder die Anwohner unter den Anflugrouten, die sich weiterhin ohne Lobby und politische Unterstützung gegen Lärm-, Umwelt- und Klimaschäden, verursacht durch die Luftverkehrswirtschaft, zur Wehr setzen müssen.
Wir bitten hiermit die Verwaltung, nach Möglichkeit zusammen mit den Vertretern des Landes Rheinland-Pfalz, die Hessische Landesregierung öffentlich und deutlich zur Durchsetzung der Einhaltung der Start- und Landebeschränkungen zum Wohle der Betroffenen aufzufordern. Die Grundidee der Beschränkungen darf nicht durch Untätigkeit, harmlose Bußgelder, juristische Wortklaubereien oder ähnlichem dauerhaft verletzt
werden.

Jeder kann etwas tun: Fluglärm melden, beispielsweise Verletzungen des Nachtflugverbotes nach 23 Uhr unter: www.fluglaerm-mainz.info/fluglaermbeschwerde.html